G e m e i n n ü t z i g e r V e r e i n
GESCHICHTE
Museumskreuzer Otto Schülke e.V. Vertreten durch: Björn Bornschein Nordhelmstraße 56 26548 Norderney DE - Deutschland
Kontakt 04932/934892 info@otto-schuelke.de www.otto-schuelke.de
Kurze Zeit war der Kreuzer auch in dieser seltenen Farbgebung unterwegs.
Die „Otto Schülke“ war ein Seenotrettungskreuzer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) der 19-m-Klasse. Dieser wurde 1969 von der Schweers-Werft in Bardenfleth unter der Werft-Nr. 6407 gebaut. Der Bau wurde bei der DGzRS unter der internen Bezeichnung KRS 02 geführt. Die Namensgebung führt auf den Maschinisten des Rettungskreuzers „Adolph Bermpohl“ zurück. Der Rettungskreuzer hatte im Februar 1967 bei heftigem Orkansturm einen Einsatz, den er zunächst erfolgreich durchführen konnte. Auf der Rückfahrt geriet er vor Helgoland jedoch in sehr schwere See und alle vier Besatzungsmitglieder sowie die geretteten Seeleute verloren dabei Ihr Leben. In Erinnerung an diese große Tragödie wurde unter anderem der neue Rettungskreuzer nach dem Namen von Otto Schülke benannt. Die Taufe fand im Juni des Jahres 1969 durch die Gattin des damaligen Bundespräsidenten Wilhelmine Lübke statt. Danach erfolgte die Überführung nach Norderney, wo der Rettungskreuzer bis zu seiner Außerdienststellung im Jahre 1997 ununterbrochen stationiert war. Der Rettungskreuzer versah so rund dreißig Jahre seinen Dienst auf der Insel. Während dieser Zeit rettete das Schiff unzählige Menschen aus Seenot, leistete Hilfe bei technischen Problemen bei Berufsschifffahrt, Fischern oder Sportbootfahrern oder auch Wattwanderer, die von der Besatzung oft aus gefährlichen Situationen gerettet wurden. Ein trauriges Ereignis war im Februar 1990, wo das Besatzungsmitglied Cassen Knigge sein Leben bei einem Schleppmanöver im Norddeicher Hafen verlor, als eine schwere Orkanböe den Kreuzer erwischte und einen Schlepphaken zum Ausschlagen brachte. Einer seiner letzten bedeutenden Einsätze war 1995, als der Rettungskreuzer „Alfried Krupp“ vor Borkum von einer schweren See getroffen wurde und dabei durchkenterte. Zwei Besatzungsmitglieder verloren dabei ihr Leben. Die „Otto Schülke“ schleppte damals den Havaristen zurück in den Hafen von Eemshaven. Im April 1997 wurde der Rettungskreuzer dann ausgemustert und durch die größere „Bernhard Gruben“ ersetzt. Das Schiff selber wurde an den Rettungsdienst nach Island verkauft. Von dort ging es 2001 weiter nach Norwegen, wo das Schiff zum Verkauf angeboten wurde. Zu dem Rettungskreuzer gehört ein 5,50 m Tochterboot, die „Johann Fidi“. Benannt wurde es nach dem Namen eines Norderneyer Vormanns (Kapitän eines Rettungskreuzers). Männer der Familie Rass waren in drei Generationen für die DGzRS als Vormänner tätig. Als Anerkennung erhielt das kleine Tochterboot den Namen einer der Männer, Johann Friedrich Rass, kurz Johann Fidi.
SCHIFFSDATEN (Auszug aus Wikipedia)
Länge
18,9 m (Lüa)
Breite
4,3 m
Tiefgang
max. 1,25 m
Verdrängung
30 t
Besatzung
4 Mann
OTTO SCHÜLKE
Schiffstyp
Seenotrettungskreuzer
Klasse
19-m-Klasse
Rufzeichen
DBAO
Bauwerft
Schweers, Bardenfleth
Baunummer
6407
Taufe
11. Juni 1969
Stapellauf
1969
Indienststellung
1969
Verbleib
Nach Norwegen verkauft
Maschinenanlage
Maschinenleistung
830 PS (610 kW)
Höchstgeschwindigkeit
18 kn (33 km/h)
Propeller
1
JOHANN FIDI
Länge
5,5 m (Lüa)
Breite
2,0 m
Tiefgang
max. 0,5 m
Schiffstyp
Tochterboot
Rufzeichen
DA 7247
Baunummer
6408
Maschinenanlage
Maschinenleistung
54 PS (40 kW)
Höchstgeschwindigkeit
10 kn (19 km/h)
(i) 1974, Winschübung
(i) Die Johann Fidi bei einem Einsatz an der Oase
H.-J. Kratschke Seit Frühjahr 2004 ist die H.-J. Kratschke auf dem Gelände der DGzRS-Zentrale in Bremen als Museumsschiff ausgestellt. Hans Lüken Im Oktober 2002 wurde die Hans Lüken als Exponat im Deutschen Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven ausgestellt. G. Kuchenbecker Im November 2012 wurde das Schiff von „Copenhagen Suborbitals“ erworben, um als „Mission-Kontroll- und Seestart-Unterstützungsschiff“ bei seinen Raketenstarts zu dienen. Das Schiff erhielt den Namen Vostok, die Bezeichnung der Rakete, welche den ersten Menschen in den Weltraum transportierte. Das ehemalige Tochterboot Marcus ist unter dem Namen Gust inzwischen nach Deutschland zurückgekehrt und befindet sich im Privatbesitz.
SRK H.J. KRATSCHKE als Museumsschiff auf dem Gelände der DGzRS in Bremen
Von Chris Hartmann - Eigenes Werk (Originaltext: eigene Aufnahme), CC BY-SA 3.0. https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=11396343
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Museumskreuzer Otto Schülke e.V. Vertreten durch: Björn Bornschein Nordhelmstraße 56 26548 Norderney DE - Deutschland
Kontakt 04932/934892 info@otto-schuelke.de www.otto-schuelke.de
Kurze Zeit war der Kreuzer auch in dieser seltenen Farbgebung unterwegs.
GESCHICHTE
Die „Otto Schülke“ war ein Seenotrettungskreuzer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) der 19-m- Klasse. Dieser wurde 1969 von der Schweers-Werft in Bardenfleth unter der Werft-Nr. 6407 gebaut. Der Bau wurde bei der DGzRS unter der internen Bezeichnung KRS 02 geführt. Die Namensgebung führt auf den Maschinisten des Rettungskreuzers „Adolph Bermpohl“ zurück. Der Rettungskreuzer hatte im Februar 1967 bei heftigem Orkansturm einen Einsatz, den er zunächst erfolgreich durchführen konnte. Auf der Rückfahrt geriet er vor Helgoland jedoch in sehr schwere See und alle vier Besatzungsmitglieder sowie die geretteten Seeleute verloren dabei Ihr Leben. In Erinnerung an diese große Tragödie wurde unter anderem der neue Rettungskreuzer nach dem Namen von Otto Schülke benannt. Die Taufe fand im Juni des Jahres 1969 durch die Gattin des damaligen Bundespräsidenten Wilhelmine Lübke statt. Danach erfolgte die Überführung nach Norderney, wo der Rettungskreuzer bis zu seiner Außerdienststellung im Jahre 1997 ununterbrochen stationiert war. Der Rettungskreuzer versah so rund dreißig Jahre seinen Dienst auf der Insel. Während dieser Zeit rettete das Schiff unzählige Menschen aus Seenot, leistete Hilfe bei technischen Problemen bei Berufsschifffahrt, Fischern oder Sportbootfahrern oder auch Wattwanderer, die von der Besatzung oft aus gefährlichen Situationen gerettet wurden. Ein trauriges Ereignis war im Februar 1990, wo das Besatzungsmitglied Cassen Knigge sein Leben bei einem Schleppmanöver im Norddeicher Hafen verlor, als eine schwere Orkanböe den Kreuzer erwischte und einen Schlepphaken zum Ausschlagen brachte. Einer seiner letzten bedeutenden Einsätze war 1995, als der Rettungskreuzer „Alfried Krupp“ vor Borkum von einer schweren See getroffen wurde und dabei durchkenterte. Zwei Besatzungsmitglieder verloren dabei ihr Leben. Die „Otto Schülke“ schleppte damals den Havaristen zurück in den Hafen von Eemshaven. Im April 1997 wurde der Rettungskreuzer dann ausgemustert und durch die größere „Bernhard Gruben“ ersetzt. Das Schiff selber wurde an den Rettungsdienst nach Island verkauft. Von dort ging es 2001 weiter nach Norwegen, wo das Schiff zum Verkauf angeboten wurde. Zu dem Rettungskreuzer gehört ein 5,50 m Tochterboot, die „Johann Fidi“. Benannt wurde es nach dem Namen eines Norderneyer Vormanns (Kapitän eines Rettungskreuzers). Männer der Familie Rass waren in drei Generationen für die DGzRS als Vormänner tätig. Als Anerkennung erhielt das kleine Tochterboot den Namen einer der Männer, Johann Friedrich Rass, kurz Johann Fidi.
SCHIFFSDATEN (Auszug aus Wikipedia)
Länge
18,9 m (Lüa)
Breite
4,3 m
Tiefgang
max. 1,25 m
Verdrängung
30 t
Besatzung
4 Mann
OTTO SCHÜLKE
Schiffstyp
Seenotrettungskreuzer
Klasse
19-m-Klasse
Rufzeichen
DBAO
Bauwerft
Schweers, Bardenfleth
Baunummer
6407
Taufe
11. Juni 1969
Stapellauf
1969
Indienststellung
1969
Verbleib
Nach Norwegen verkauft
Maschinenanlage
Maschinenleistung
830 PS (610 kW)
Höchstgeschwindigkeit
18 kn (33 km/h)
Propeller
1
JOHANN FIDI
Länge
5,5 m (Lüa)
Breite
2,0 m
Tiefgang
max. 0,5 m
Schiffstyp
Tochterboot
Rufzeichen
DA 7247
Baunummer
6408
Maschinenanlage
Maschinenleistung
54 PS (40 kW)
Höchstgeschwindigkeit
10 kn (19 km/h)
1974, Winschübung
Die Johann Fidi bei einem Einsatz an der Oase
Schwesterschiffe der Schülke und deren Verbleib
H.-J. Kratschke Seit Frühjahr 2004 ist die H.-J. Kratschke auf dem Gelände der DGzRS-Zentrale in Bremen als Museumsschiff ausgestellt. Hans Lüken Im Oktober 2002 wurde die Hans Lüken als Exponat im Deutschen Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven ausgestellt. G. Kuchenbecker Im November 2012 wurde das Schiff von „Copenhagen Suborbitals“ erworben, um als „Mission-Kontroll- und Seestart- Unterstützungsschiff“ bei seinen Raketenstarts zu dienen. Das Schiff erhielt den Namen Vostok, die Bezeichnung der Rakete, welche den ersten Menschen in den Weltraum transportierte. Das ehemalige Tochterboot Marcus ist unter dem Namen Gust inzwischen nach Deutschland zurückgekehrt und befindet sich im Privatbesitz.
SRK H.J. KRATSCHKE als Museumsschiff auf dem Gelände der DGzRS in Bremen
Von Chris Hartmann - Eigenes Werk (Originaltext: eigene Aufnahme), CC BY-SA 3.0. https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=11396343